Die christliche Taufe
Starkes Zeichen
Glaubenstaufe
Die Taufe ist das stärkste Zeichen für unseren Glauben. Gott hat die Taufe als sichtbares Zeichen für die sichtbare und unsichtbare Welt eingesetzt, als Bekenntnis des Täuflings zu Jesus und als Bekenntnis Gottes zu dem Glaubenden.
In der frühen Gemeinde gehörten darum Taufe und Bekehrung untrennbar zusammen. Viele Bibelstellen beschreiben Bekehrung und Taufe geradezu als ein Ereignis, bei dem die zum Glauben gekommenen direkt getauft wurden (Apg 2,41; 8,12; 8,35–36; 9,18 usw.). Weil durch die Taufe (Röm 6,4; Kol 2,12; Tit 3,5) bzw. in der Taufe (1. Petr 3,21) tatsächlich etwas geschieht, ist sie keine rein symbolische Handlung. Stattdessen wird durch die Taufe und dem vorausgehenden Glauben das am Menschen wirksam, was Jesus durch seinen Kreuzestod und die Auferstehung vollbrachte. In Römer 6 wird dies sehr anschaulich dargestellt. So heißt es dort z. B. in Vers 4:
„So sind wir nun mit ihm [Jesus] begraben worden durch die Taufe in den Tod, damit, wie Christus aus den Toten auferweckt worden ist durch die Herrlichkeit des Vaters, so auch wir in Neuheit des Lebens wandeln.“
Durch die Taufe und den damit verbundenen Glauben wird der Mensch in den Tod Jesu hineingetauft. Die alte Natur des Menschen wird dadurch offiziell beerdigt, was durch das Untertauchen ins Wasser symbolisiert wird. Durch das Auftauchen wird deutlich, dass wir durch den Geist Gottes eine neue Natur haben und ein neuer Mensch sind. In diesem Sinn wird durch die Glaubenstaufe die Erlösung besiegelt. Gleichzeitig vollzieht sich ein Herrschaftswechsel, weil Satan den Menschen nicht mehr anhand seines alten Wesens verklagen kann. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass der Mensch nach Bekehrung und Taufe nicht vollkommen sündlos ist (Röm 6,7–10). Die Glaubenstaufe ist somit einerseits Symbol und andererseits Zueignung/Aneignung der Erlösung.
„… und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes…“ Mt 28,19
Durch die Taufe ist der Täufling offiziell bevollmächtigt, ein Kind Gottes zu sein. Das heißt, die Taufe ist ein Akt der Übereignung, durch die der Täufer den Täufling an den dreieinigen Gott als Eigentum und Jünger übergibt. Die Taufformel bedeutet dann „Hiermit bist du Eigentum des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes“.
Ein Wort zur Säuglings- oder Kindertaufe: Die Glaubenstaufe ist die einzige Taufform, die in der Bibel tatsächlich (expressis verbis) beschrieben wird. Für die Säuglings- oder Kindertaufe gilt dies nicht. Sie kann nur indirekt aus Bibelaussagen abgeleitet werden. Selbst das ist aber nur dann möglich, wenn gewisse Voraussetzungen an den Text herangetragen werden, obwohl diese nicht im Text erwähnt sind. Z. B. dass auch unmündige Kinder anwesend waren und getauft wurden, wenn davon die Rede ist, dass sich jemand mit seinem gesamten Haus taufen ließ. Da mit „Haus“ aber keineswegs automatisch auch unmündige Kinder angesprochen sein müssen, ist dieses Argument äußerst schwach. Die Argumente der Säuglings- oder Kindertaufe beruhen in dem Sinn auf dem Schweigen der Texte und sind von daher bereits methodisch fragwürdig.
Trotzdem besteht in der City Chapel kein „Taufzwang“, um Mitglied zu werden. Wir lehren und empfehlen die Glaubenstaufe, tolerieren aber auch andere Überzeugungen. Auch ist es uns an dieser Stelle wichtig zu betonen, dass wir die vollzogene Kindertaufe nicht als Taufe in dem Sinne sehen (s.o.), sondern als Segnungsakt. So finden wir auf diese Segnung der Kinder einen klaren Hinweis in Matthäus 19:
13 Da wurden Kinder zu ihm gebracht, damit er die Hände auf sie lege und bete. Die Jünger aber tadelten sie. 14 Aber Jesus sprach: Lasst die Kinder und wehrt ihnen nicht, zu mir zu kommen; denn solcher ist das Reich der Himmel! 15 Und nachdem er ihnen die Hände aufgelegt hatte, zog er von dort weg.
Das bedeutet, wir wischen diese Handlung der frühen Segnung von Säuglingen und Kindern mit der Glaubenstaufe nicht vom Tisch, sprechen daher aber auch niemals von Wiedertaufe, sondern von einer Segnung und einer Glaubenstaufe.

