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„Tröstet, tröstet mein Volk!“ – Israeleinsatz vom 29.08. bis 8.09.2015

Was macht eine kleine Gruppe aus Schwaben, Sachsen, Badenern und einer Rheinländerin in Israel? Sie hat einen Auftrag im Gepäck: das Volk Gottes zu trösten (gemäß Jesaja 40,1-2). Mit viel Freude und Neugier ging es am 29. August von Stuttgart über Wien nach Tel Aviv. Unser Quartier bezogen wir in Jerusalem bei einem Ehepaar der Sächsischen Israelfreunde, die vor Ort für die Organisation und Durchführung der Einsätze verantwortlich sind.

Jeden Morgen begannen wir mit Gebet und einer Andacht, bei der wir uns die Kapitel 9-11 im Römerbrief vornahmen, in denen Paulus die Stellung Israels vor Gott und die Beziehung der nichtjüdischen Völker zu Israel beleuchtet. Für die meisten unserer Gruppe waren es ganz neue Einsichten, die wir daraus lernten. Gott hat das Jüdische Volk nicht verworfen (wie die sogenannte Ersatztheologie immer noch behauptet), sondern hält an seinen Verheißungen zu ihm fest. Denn er ist treu. Und darauf können wir uns auch als Christen verlassen.

Neu war für uns auch das sogenannte Wächtergebet auf der Jerusalemer Altstadtmauer am Sonntag. Es wird täglich – außer an Schabbat, dem wöchentlichen Feiertag – durchgeführt. Bei diesem Gebetsspaziergang (nach Jesaja 62,6) geht es darum, die Verheißungen, die Gott in seinem Wort an sein Volk Israel gegeben hat, laut zu proklamieren und so Gott an sein Wort zu erinnern, dass er es erfüllt.

Die vorhergehende Einführung zur jüdisch-christlichen Geschichte, bei der uns klar wurde, wie viel Leid das jüdische Volk durch uns Christen im Laufe der Jahrhunderte erlebt hat, und der anschließende Besuch der Holocaustgedenkstätte Yad Vashem berührte uns sehr. Für uns war dies eine wichtige Vorbereitung auf die Begegnungen mit den Holocaustüberlebenden in den folgenden Tagen. Wir waren sehr berührt davon, wie freundlich, gastfrei und offen uns diese Menschen begegneten, obwohl sie durch unser Volk so viel Leid erfahren hatten. Es gab gute Gespräche, in denen sie uns über ihr Schicksal und das ihrer Familien erzählten. Die kleinen handwerklichen Tätigkeiten in ihren Wohnungen wie Malern, Putzarbeiten oder Schränke zusammenbasteln waren der Schlüssel zu den Herzen dieser Leute. Wenn sie uns fragten, warum wir das tun, konnten wir ihnen antworten, weil wir den Gott Israels und das Jüdische Volk lieben.

Eindrücklich waren auch die Ausflüge, bei denen wir die unglaubliche Vielfalt an Natur und geschichtsträchtigen Orten kennenlernen durften. Jerusalem mit seiner Mischung aus orientalischem und westlichem Lebensstil, den Märkten, vielen verschiedenen Kulturen und der reichen Geschichte war für uns eine besondere Erfahrung. Das Baden am Mittelmeer, im See Genezareth, im Toten Meer und mitten in der Wüste an Süßwasserquellen war eine erfrischende Abwechslung, wenn uns die Hitze mal wieder zu Kopf stieg :-). Zum Glück hatten unsere Autos Klimaanlage, so dass wir trotz der rasanten israelischen Fahrweise einen kühlen Kopf behielten. Wir sind Gott dankbar für die Zeit in Israel. Viele Eindrücke haben wir mitgenommen, für die es aber sicher noch einige Zeit der Verarbeitung braucht. Wir durften zudem erleben, wie wichtig das Gebet ist: Wir erlebten Bewahrung, Heilung von Krankheit, wertvolle Begegnungen und ein wirklich gutes Klima in der Gruppe. Danke auch an alle, die im Gebet hinter uns gestanden haben! Wenn Ihr mehr über unsere tolle Zeit hören wollt, wendet Euch einfach an Theresia und Fabian Ebert! Sie und unser sächsisches Ehepaar Ruth und Jochen haben tolle Arbeit geleistet, um uns Land und Volk Israel und auch die Bibel nahe zu bringen. Danke dafür!

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